Delmenhorst liegt als kreisfreie Stadt im Oldenburger Land (Niedersachsen) und ist der Region Bremen/Oldenburg angehörig. Westlich an Bremen angrenzend und ungefähr 35 Kilometer südöstlich von Oldenburg. Durch die Stadt Delmenhorst fließt die Delme. Delmenhorst wird im Osten vom Gewässer Klosterbach / Varreler Bäke und im Nordosten durch die Ochtum begrenzt. Im Gegensatz zu anderen Städten in Deutschland suchen kaum Gäste in Delmenhorst eine Übernachtung. Dieses Defizit kann auf die weltbekannte Nachbarstadt geschoben werden. Vom Stadtmarketing wird hauptsächlich auf Events gesetzt, wie das überaus erfolgreiche und beliebte Kartoffelfest. In den Sommerferien zieht es Urlauber an das Meer, in die Berge und Kulturmetropolen wie München und Berlin, jedoch kaum nach Delmenhorst. Auf dem Wohnmobilstellplatz befinden sich nur vereinzelnde Gäste. Einige Ausflügler mit dem Fahrrad suchen für eine Pause nur Schatten unter einem Baum. Tretboote am Bootsverleih warten vergeblich auf Gäste am Steg. Das Stadtmuseum hat seine Türen geschlossen, sogar in den Sommerferien, denn Touristen erwartet die Stadt dort wohl nicht. Nach einer Statistik übernachten angeblich sehr wenige Touristen in Delmenhorst im Gegensatz zum Durchschnitt anderswo in Deutschland. Nur 26.940 waren es 2013. Die ähnlich große Stadt Wilhelmshaven verzeichnete dagegen fast viermal so viele Touristen, denn dieser Küstenort hat das Wasser, das Meer als entscheidenden Vorteil.

Bremen ist vom Rathaus aus zu sehen

delmenhorst.jpgWas bietet Delmenhorst? Einen Überblick kann sich über die rund 86000 Einwohner zählende Stadt von oben verschafft werden und das vom 44 Meter hohen Wasserturm, der sich direkt neben dem Rathaus befindet. Nach dem Erklimmen der 200 Stufen ist der Blick sogar bis nach Bremen gegeben. Von der Aussichtsplattform ist viel Grün zu sehen, dazwischen eingebettet eine lange Einkaufsstraße, die den passenden Namen „Lange Straße“ besitzt, des Weiteren Häuser aus der Gründerzeit, ebenso die Fabriktürme der Nordwolle, dass sich in Europa das größte Industriedenkmal nennen darf. Mit einem Blick nach Westen wird tatsächlich Bremen gesichtet, in dessen Schatten Delmenhorst ein wenig steht, allerdings auch davon profitiert. Unter fuer-delmenhorst.de kann das Geschichtliche erlesen werden. Bei Messen und große Veranstaltungen in Bremen können sich die kleinen und gemütlichen Zimmer in Delmenhorst auf Gäste freuen. Die Gäste werden in die Lange Straße geschickt, zum Marktplatz und auf die Burginsel, auf der sich früher ein Wasserschloss befand. Alles übersichtlich und durch Laufen erreichbar, ebenso können die schönen Strecken mit dem Fahrrad erreicht werden. Reisegruppen, unterwegs mit dem Bus nehmen Delmenhorst gerne als Zwischenstopp.

Auf der Durchreise meistens nur ein Zwischenstopp

Wer niemals in Delmenhorst gewesen ist, der sollte keinesfalls behaupten, dass diese kleine Stadt die schmuddelige kleine Schwester von Bremen ist oder die andere Seite von Oldenburg. Delmenhorst zeigt durch Grenzerfahrungen landschaftlich den Übergang zwischen der flachen, fruchtbaren Marsch und störrischen Geest. Jegliche Orte, die von Zeitgeschehen, Zugreisenden und vom internationalen Tourismus ignoriert werden, können sich glücklich schätzen, denn Investoren haben kein Interesse an irgendwelchen Bauvorhaben. So wird sich die Stadt kaum verändern, und es wird einfach sein, alles wiederzufinden denn es ist nach wie vor an seinem Platz. So kann in Delmenhorst weiter nach Herzenslust auf den Spuren der Vergangenheit wandeln, wenn auch widerwillig. Die sorgfältig erhaltenen Spuren der 1990er Jahre, die zu Unrecht in ihrer angeblichen Ereignislosigkeit wenig geschätzt werden, weiß fuer-delmenhorst.de zu berichten.

Es hat sich nicht viel verändert

Diese geschichtlichen Jahre zwischen dem Mauerfall, Millennium-Hysterie und Bankenkrise, gaben doch das sichere Gefühl, dass von da an alles so weiter gehen würde. Große Ideen und Haltungen waren unwichtig geworden, denn die Welt würde nach dem Ende von Kommunismus und atomaren Muskelprotzen nicht mehr untergehen. In den 1990er Jahren gab es wie heute Fußgängerzonen zum Bummeln, Einkaufen oder einfach nur zum Cappuccino trinken. In Delmenhorst gibt es immer noch eine Fußgängerzone und diese verdient diesen Namen. Bei einem Bummel auf dieser leise gekrümmten Straße kommt die Erinnerung hoch, dass es eine Zeit gab, als das Wort Shopping noch nicht existierte. Im Schaufenster einer Buchhandlung scheint auf einem Cover das Meer zu glitzern, das plötzlich sehr weit weg erscheint. Dann kann sich der Bummler anstatt des anvisierten Cappuccinos einen Campari Orange gönnen, oder einen mediterranen Salat, der noch das wirklich Mediterrane verspricht. Denn in anderen Küchen ist längst der Eisbergsalat, garniert mit ein paar halben Kirschtomaten, zwei Gurkenscheiben und ein wenig Schafskäse eingezogen. Doch was hat die Stadt an Freizeitgestaltung zu bieten? Fuer-delmenhorst.de hat sich auf die Suche begeben und ist in einigen Touristenführern durchaus fündig geworden!