Selbstverständlich hat Delmenhorst auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Am Marktplatz steht zum Beispiel der denkmalgeschützte Rathauskomplex. Dieser wurde in der Zeit 1912–1914 in Jugendstilformen nach Entwurf des Bremer Architekten Heinz Stoffregen errichtet. In den Komplex wurde der 44 Meter hohe Wasserturm mit Aussichtsplattform einbezogen, dieser wurde nach einem Jahr Bauzeit im April 1910 fertiggestellt. Der Turm fasste 500 Kubikmeter Wasser und ist seit Februar 2011 nicht mehr in Betrieb. Der gleiche Architekt entwarf für den Marktplatz auch eine Markthalle, die 1919/1920 errichtet wurde. Die Halle war durch einen, 1955 abgerissenen, Arkadengang mit dem Rathaus verbunden. Entlang der Delme erstrecken sich südlich der Innenstadt die Graftanlagen mit der Burginsel. Im Jahre 1247 wurde auf dieser Insel ein vorhandener befestigter Hof („Horsthof“) zu einer Wasserburg erweitert. Ausgebaut wurde die Wasserburg im 16. Jahrhundert zu einem repräsentativen Renaissance-Schloss. Der Abriss der Anlage begann 1711, der Schlossturm wurde bekannt als Blauer Turm 1787. Der blaue Turm ziert das Wappen der Stadt. Das Gelände der ehemaligen Befestigungsgräben erfuhr ab 1906 eine Umgestaltung zur Innen- und Außengraft durchzogenen Parkanlage. Das ehemals gräfliche Gartenhaus von 1723 wurde aus dem Gut Weyhausen am Eingang der Burginsel 1979 neu errichtet. Durch Markierungen am Boden wurde der Grundriss des Schlosses sichtbar gemacht. Das nordwestdeutsche Museum für Industriekultur Nordwolle Delmenhorst befindet sich auf dem Gelände der ehemals norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei nördlich der Innenstadt. Für die Europäische Route der Industriekultur (ERIH) ist der großflächige Komplex aus denkmalgeschützter historischer Fabrikarchitektur und moderner Bebauung ein Ankerpunkt. Im Rahmen der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover präsentierte sich das Stadtentwicklungsprojekt Nordwolle mit einem Kultur- und Medienzentrum. Ebenso mit dem zukunftsorientierten Modellvorhaben „Wohnen und Arbeiten an der Datenbahn“ und „Zukunft Alter - ServiceWohnen“.

Evangelische Stadtkirche in Delmenhorst

Die evangelische Stadtkirche „zur Heiligen Dreifaltigkeit“ wurde 1789 als schlichter Putz-Bau erbaut. In dieser Kirche befindet sich die Gruft der ehemaligen Grafen von Delmenhorst. Eine Aufstockung geschah zuletzt 1908 durch den backsteinsichtigen Turm.

Katholische St.-Marien-Kirche

Im neugotischen Stil wurde 1903 die katholische St.-Marien-Kirche mit einem 72 Meter hohen Turm erbaut. Ein Luftangriff im Zweiten Weltkrieg zerstörte am 26. November 1943 allerdings die Kirche. Mit dem Aufbau wurde bereits 1944 schon wieder begonnen und schließlich 1949 vollendet. Vom Metallbildhauer Jakob Riffeler wurde das Kruzifix über dem Altar geschaffen.

Das städtische Krankenhaus und die Friedhofskapelle Bungerhof

Das städtische Krankenhaus an der Wildeshauser Straße, errichtet von 1927 bis 1928 und die Friedhofskapelle Bungerhof von 1929, sind dem Werke des bereits verstorbenen Hamburger Architekten Fritz Höger zu verdanken und eine Besichtigung auf jeden Fall wert. Sehenswert sind im Ortsteil Hasbergen zudem die Museumswassermühle und die 1380 geweihte Dorfkirche St. Laurentius, die später mehrmals Umbauten erfahren hat.

Delmenhorst sehenswerter als man denkt!

Wie man schnell erkennt, hat Delmenhorst tatsächlich einiges zu bieten. Wobei nicht alle Freizeitaktivitäten und Sehenswürdigkeiten berücksichtigt wurden. Eine komplette Liste kann man auf fuer-delmenhorst.de einsehen bzw. bei der Tourismusbehörde in Delmenhorst erfragen.